Spiritualität im Alltag - so lebe ich sie
- Michaela Voegel
- 31. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Viele glauben, Spiritualität hätte etwas mit besonderen Orten oder großen Ritualen zu tun. Für mich ist es anders. Ich finde sie mitten im Alltag, in den kleinen Momenten, die oft übersehen werden.
Mein Tag beginnt mit einer Meditation. Ich sitze zwanzig Minuten mit der 7-7-7-Methode, atme bewusst und komme ganz bei mir an. Das schenkt mir Ruhe und Klarheit, noch bevor der Tag richtig losgeht. Danach stelle ich meine Fragen. Fragen, die Räume öffnen können. Fragen, die Möglichkeiten in mein Leben einladen.
Für mich hat genau das alles verändert. In der Frage zu sein wie ein Kind, neugierig, ohne schon wissen zu wollen, was herauskommt. Nichts mehr festzumachen. Nichts mehr zu bewerten. Oder besser gesagt: ich übe mich darin, Bewertungen loszulassen. Wenn du dich beobachtest, merkst du, wie oft wir bewerten. Uns selbst, andere, Situationen, einfach alles. Aber jede Bewertung macht fest. Sie nimmt den Raum.
Wenn ich die Bewertung loslasse und in der Frage bleibe, dann verändert sich mein Leben. Es öffnen sich Wege, die ich vorher gar nicht gesehen habe. Und genau darin liegt für mich die Magie.
Ein fester Teil meines Morgens ist mein Dankbarkeitsbuch. Natürlich bin ich auch mal dankbar für den Duft eines Kaffees oder Sonnenstrahlen, die auf mein Gesicht scheinen. Doch am meisten bin ich dankbar für jede einzelne Sekunde, die ich atmen darf, für das Geschenk, hier auf Erden zu sein. Dankbar für jede Situation, die mich lernen lässt, mich zu reflektieren und vor allem für die höchste Kunst: bei mir selbst zu bleiben.
Früher war das anders. Da haben mich viele Dinge schnell aus meiner Mitte gebracht. Heute weiß ich: genau diese Situationen sind ein Geschenk. Wenn mich etwas triggert, schreibe ich es auf. Denn allein es zu erkennen und in die Annahme zu gehen, öffnet wieder ein Stück mehr Raum in mir.
Auch tagsüber schenke ich mir kleine Momente. Eine Kerze anzünden. Drei Atemzüge. Den Himmel anschauen. Es braucht nicht viel und doch bringt es mich immer wieder zurück zu mir.
Natürlich gibt es noch viele andere Wege, wie man Spiritualität leben kann. Aber was ich für mich gelernt habe: Je dankbarer man wird, je mehr man sich selbst wertschätzt und je weniger man sich von anderen triggern lässt, desto mehr wächst man Schritt für Schritt in die eigene Liebe hinein. Und die Vergebung die darf dabei nie fehlen. Doch dazu schreibe ich ein andermal einen eigenen Blogartikel.







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